Donnerstag, 14. Mai 2015

Ewigs nix gehört, in kürze ein abschluss der Reise

Also wie gesagt mussten wir uns in Baku trennen. Ich bin in 6 Tagen zurück nach Basel gefahren, Alex hat sein Weg weiter gefunden und ist in Australien angekommen. Ausführlich will ich jetzt nix mehr schreiben. Fragen beatworte ich gern.

Den Blog werd ich nun umbenennen und die fahretn die ich sonst so mache weiter eintragen. Vielleicht...


Alla Grüsse und bis die Tage, keine frage...

Sonntag, 22. Juni 2014

Istanbul


Als wir die Grenze passierten traffen wir auf eine Gruppe Deutsche, die die sogenannte Allgäu-Orient-Rally veranstalteten, wobei 5 oder 6 verschiedene Teams, auf verschiedenden Routen, nach Jordanien fuhren. Um dort den Kindern Sachen mitzubringen und auch schlussendlich die Autos zu spenden. Wärenddessen wir unsere gemeinsammen Ziele schilderten und Kartenmaterial verglichen, platzte einem Mercedes der Kühlerschlauch, sodass sich deren Team (die Murmelbären), wohl wieder hinten anstellen konnte. Wir fanden das ganze für eine Supersache und wünschten Ihnen viel Erfolg. Wir fuhren die E81bis Kesan entlang und dann auf die gut ausgebaute D550 abbogen und es einfach nur rollen lassen konnten (auf die Strassenverhältnisse der Türkei, möchte ich später noch zurückkommen), dann weiter in Sarköy, von einem breiten Feldweg ausgespuckt wurden, um wieder am Meer entlang fahren zukönnen.


Nur für diesen Tag sollte dies genug sein, nachdem wir dort herzlich empfangen wurden, uns einlud zum Tschai trinken, entschieden wir zu bleiben. Eine kleine Pansion liess sich schnell auftreiben und wir kammen zur Ruhe. Der darauf folgende Tag sollte ein langer Tag für uns werden. Bis Istanbul, entlang der Steilküste ca.250km sind wir gefahren. Immerwieder auf und ab, über 500m hohe Küstenstrassen, mit sagenhafter Aussicht, bei wunderschönnem Wetter, immer das Meer an unserer rechten Seite, sodass man ins träumen gerraten könnte. Näher kommend, der riesigen Metropole, ändert sich natürlich zunehmend alles. Das heisst fertig Schwärmerei, aufgepasst und mitgemacht. Um so näher wir uns dem Zentrum von Istanbul kammen, desto kaotischer wurde auch der Verkehr. Nachdem wir uns durch den immer dichteren Stadtverkehr schlengelten, standen wir schlussendlich mitten in Sultanahmet, zwischen der Blauen Moschee und der Hagia Sofia. 
Die Mopets waren schnell zusammengestellt und paarat für ein Foto. Ein Deutsch/Türkischer Reiseveranstalter hat uns dann geknipst.

Nicht wie in Dresden oder Moritzburg, lies uns die Polizei in ruhe die Fotos machen und noch eine weile Plaudern, nicht das es eng gewesen wäre aber immerhin standen wir mitten in der gewaltigen Touristenmänge die sich an uns vorbei in die beiden beeinduckenden Moschen drückte, niemanden hat das getöhrt. Im gegenteil. Sehr freundliche Gesichter bestaunten die Motorräder. Ziemlich schnell hatten wir den eindruck das hier, was den Verkehr betrifft, eh jeder machen kann was er will. Die auf die Strasse gepinselten Streifen und Striche sind in unseren Kreisen sehr ernst zu nehmen. Aber in der Türkei wird schnell klar das es sich hier um etwas handeln muss was mit dem Verkehr und dessen Regeln nichts gemein haben muss. Die fahrer der PKW, LKW und Motorräder fahren in einem zustand den man als Anarchie beschreiben kann. Links, Rechts spurenwechsel ohne den Spiegel zu gebrauchen oder den Kopf zu drehen gescheigeden den selben überhaupt zu benutzen.
 An den Ampeln wird wohl mitlerweile wiederwillig angehalten. Das kenn ich von früheren Reisen ander. Doch hier ist jetz die Polposition die wichtigste und da es kein Qualifeing gibt muss man sich eben vordrängeln und wo eigentlich Platz für drei Spuren war, man erinnere sich an die Streifen, werden fünf oder sechs startplätze geschaffen. Das liest sich alles ganz spannent aber mit einer vollgepackten Maschine entwikelt sich das zum Spiesroutenlauf. Man muss 100% da sein, und das hilft dir nicht viel. Du bist ein Spielball, das vorwärtskommen gleicht der Bahn einer Flipperkugel.
So kämpften wir uns erst einmal durch Istanbul zu unserem ersten Ziel. 
Über couchsurfing haben wir Mustafa ausgemacht der hat uns eingeladen in der Werksatt seines Motorradclubs zu wohnen. Auf dem Weg dahin überquerten wir den Bosporus auf der gigantischen Brücke der E81.
 Dort angekommen wartete dann mit Mustafa, Osman auf uns und ein paar andere. Sehr herzlich wurden wir aufgenommen im Baykus Enduro Kulübü. Schnell war etwas zu essen aufgetrieben. Doch wo blieb das Bier?! Daran mussten wir uns gewöhnen. In einem vom Islam geprägten Land wir eben erst mal kein Alc angeboten, es gibt Tee und das in rauen mängen. Von da gings dann noch mal in ein 20Km entferntes Cafe, da standen dann mindestens 15 GS Modelle aller Art vor der Tür.  Der weg dahin und zurück war ein kleines Abenteuer. In der Nacht ist es recht ruhig auf den Strassen und man kann bei zügigem Tempo die Grossstadt an einem vorbeirauschen sehn. Alle die Wokenkratzer, Brücken und Moscheen die in der Nacht hell erleuchtet sind, sehr beeindruckent.
Der darauflegende Tag war dann dem Iranischen Visum gewidmet.
 Gut Vorbereitet wollte Niklas sein, und deshalb gings zum Frisör und zum Schuhe Putzen. Das ganze hat dann so lange gedauert das dass Kosulat dann geschlossen hatte.
Mit dem entsprechend langen Gesichtern gings das eben zum sightseeing. Den grossen Bazar und die beiden grossen Moschen schauten wir uns an und Spatzierten durch die Altstadt. Eine gigantische grosse Stadt ist Istanbul mit eindrücken aus aller Welt man merkt sehr deutlich das sich hier Orient und Oxident treffen und auch viele ander Kulturen.
Am nächste Tad ,Freitag,  machten wir uns, diesmal rechtzeitig, wieder auf den ca. 1 Stunde dauernten weg zum Konsulat der Iraner. Nach etwas wartezeit und wieder einmal Formulare ausfüllen bekam ich die Antwort das mein Visa noch nicht in Istanbul eingetroffen ist. Achwas... ich hätte mich gewundert wäre es nicht so gewesen.
Kurz haben wir uns beraten und beschlossen weiter zu fahren. Es hiese zwar ich solle bis Montag warten aber auf das Spielchen wollte ich mich nicht einlassen. So sind wir zurück um klar Schiff zu machen um am Samstag bei ströhmenden Istanbul richtung Izmir zu verlassen. So fuhren wir über Bursa nach Balikesir wo wir eine Nacht auf nem Campingplatz blieben.










Donnerstag, 12. Juni 2014

Planänderung

Hallo alles zusammen,
wir möchten euch Informieren das wir unsere zusammen geplante Reise leider abbrechen müssen.
Keine Angst es ist nichts schlimmes Passiert.
Nur:
Unsere Visa für Aserbaitschan und Iran sind Falsch abgestimmt. Da es zuerst der Plan war über die Ukraine und die Krim zu fahren,  aus wohl bekannten Gründen entschieden wir uns dann aber dann kurzfristig über die Türkei zu fahren, was den ursprünglichen Zeitplan durcheinander gebracht hat. Dazu haben wir den Fehler gemacht der uns nun dazu zwingt alles zu ändern.
Wir haben den Fehler gemacht und gedacht das die Visa in einem Zeitraum “von” - “bis”
gelten, wenn wir innerhalb des Zeitraumes einreisen ist das Visa 30 Tage gültig auch über das Verfallsdatum hinaus. Wir dachten ab einreise haben wir 30 Tage Zeit. Dem ist aber nicht so. Wir müssen das Land bei Ablauf verlassen. Klingt auch irgendwie logisch, doch nach mehrfachen fragen wurde uns es so erklärt das wir, wenn wir z.B. 5 Tage vor Ablauf des Visa einreisen, wir dann 30 Tage Aufenthalt haben.
Dieser fehler zwingt uns jetzt Aserbaitschan so schnell wie möglich zu Verlassen beziehungsweise ist unser Visa bereits gestern abgelaufen und wir sind jetzt illegal in Aserbaitschan.
Das hat die Folge das wir jetzt eine Straffe von 300 Euro bezahlen müssen und innerhalb von 48 Stunden das Land verlassen müssen.
Für den Iran gilt das gleiche. Wenn wir einreisen haben wir nur ca. 19 Tage Aufenthalt im Iran. So können wir niemals das erreichen was wir wollten und es für uns schwierig ist, zwei weitere Visa zu bekommen. Da die Bearbeitungszeit über die Frist hinaus geht und es auf weitere Straffen hinaus läuft.
Niklas hat die Entscheidung getroffen auf dem einfachsten Weg wieder zurück nach Deutschland/Schweiz zu fahren.
Alex möchte es Probieren weiter nach Russland zu fahren und dann Vladivostok zu erreichen. Um doch noch Australien zu erreichen.
Das heißt das sich Übermorgen unsere Wege trennen und wir allein unterwegs sind.
Doch denken wir nicht lange alleine zu sein. Es sind andere Reisende unterwegs. Wir werden uns an andere Reisegruppen hängen sobald sich die Möglichkeit ergiebt. Die Kontakte sind wir am Knüpfen.
Niklas ist entäuscht, das Wunschziel, die Seidentrasse und den Iran nicht sehen, aber das wird er bei Zeit nachholen.
Diese Länder zu bereisen ist sehr schön, die Menschen sind sehr hilfsbereit. Es wird einfach alles liegen und stehen gelassen um einem zu einer Adresse zu begleiten und andere dinge die sie für einen tun können. Wenn nicht wird irgenedjemand angerufen der dann weiter weis. Ob zum Übersetzen oder der einen kennt, der einen kennt, der einen kennt....
Bis auf weiteres

Niklas & Alex

P.s.: Reiseberichte, Türkei bis Azerbaitschan, werden folgen.

Dienstag, 3. Juni 2014

Zwischenruf

Wir haben jetzt alle Visa die bis jetzt nötig sind beisammen!
Also es kann entspannt weiter Richtung Georgien, Azerbaitschan und in den Iran gehen.

Gerde sind wir in Kars in der Türkei an der Armenischen Grenze.

Nach häufiger nachfrage warum der Blog nicht aktuell ist müssen wir hier mal sagen das es nicht immer möglich ist eine ordentliche Internetverbindung und die Nötige Zeit zu finden den Blog auf dem Aktuellen stand zu halten. Schliesslich sind wir auf Reisen und nicht am schreiben.

Also habe Geduld!

Wir werden nach und nach Texte schreiben aber nur dann wenn es uns Passt!

Über Thassos in die Türkei

In nähe Peramos, ein kleines touristisches Feriendorf am Ägäischen Meer, wollten wir nur mal eben tanken, etwas zum Abend einkaufen und uns ein gemüdliches Plätzchen zum Übernachten suchen. Nur haben wir die Rechnung nicht mit dem ortsansässigem Peramos-Motorradclub gemacht. Die hatten uns von weiten herangewunken und zum BBQ eingeladen (vielen Dank nochmal). Natürlich waren sie sehr interessiert was wir den so vorhaben und was wir bisher schon alles erlebt hatten. Einige waren sofort Feuer und Flamme und wären am liebsten gerade mitgekommen. Doch das sollte sich an diesem 1.Mai erledigt haben, denn nach all dem guten Essen, dem feinen Wein, war nicht mehr ans weiterfahren zudenken. So genossen wir noch, bis spät in die Nacht unseren Tag am Meer. 
Leicht verkatert fuhren wir weiter am Meer entlang, über Kavala, nach Karamoti. Als wir feststellen mussten, dass die meisten Campingplätze noch geschlossen sind, entschieden wir schnell, einfach am Rand eines Nadelwaldes, direkt am Strand, unser Zelt aufzuschlagen. Wir entspannten uns und genossen die letzten Sonnenstrahlen, bevor sie im Meer versankten. Ganz spontan, wie so oft, dachten wir über eine Inselumfahrung von Thassos nach. Die Fähre geht im halben Stunden takt, eine Umfahrung hat ca.80km, also brauchten wir nicht lange überlegen. Auf einem schön angelegten Campingplatz (in Potos so ca.halbherum), lernten wir 3 Bulgaren kennen, die Motorradferien machten. Wir verbrachten mit ihnen noch das ganze Wochenende dort und machten ohnedem ganzen Gepäck, einen Offroadausflug in die Berge. Für Offroadfanatiker ein echtes Paradies und nur zu empfehlen. Den unglaublichen Ausblick gibts dann als Belohnung. Von Thassos nach Alexandropolis ging es weiter. Über riesige Felder und Wiesen, vereinselte kleine Nebenflüsse die es zu überqueren galt. Bis wir mal schlussendlich an einem ankammen, wo kein durchkommen war. Irgend Jemand hatte wohl am  Tag zuvor probiert, mit seinen Jeep durchzufahren, doch die Wassermassen waren stärker und der pick-up hing noch an einer Betonkante fest. Das Auto zu bergen, planten die Dorfbewohner irgendwann, erklärte uns ein Bauer. Der gab uns auch den geniallen Tip, um nicht ewig wieder zurückfahren zu müssen, einfach über eine Brücke in der Nähe die Wasserdurchfahrt zu umfahren. Gesagt getan, als wir dann schnell merkten der Schotterweg wurde zur schmierigen Lehmschlamm piste. Die Reifen wurden zu Schlammwalzen, auf den wir die gut 400Kg schwere GS balancieren mussten, was für ein Spass. Völlig entkräftet, parkten wir die völlig verschlammten Mopeds, im Zentrum von Alexandropolis. Nach einer erholten Nacht, erledigten wir noch die ein oder anderen organisatorischen Dinge, bevor wir uns weiter auf den Weg machten, zur Türkischen Grenze, bei Ipsala. Landesflaggenaufkleber, Post, Bank, Proviant, Tanken und den ganzen Schlamm beseitigen waren die Aufgaben an diesen wunderschönen Morgen, sodass wir am frühen Nachmittag die Grieschische Grenze passierten und in die Türkei einfuhren.

















Dienstag, 27. Mai 2014

Von Sibiu nach Griechenland



Als wir Sibiu verabschiedeten schien die Sonne und wir machten uns auf dem Weg, weiter Richtung Süden. Natürlich wollten wir die schönen Karpaten über die zahlreichen Pässe überqueren, doch zu unserer Zeit waren die Strassen leider noch gesperrt. Sodass uns nichts weiter übrig blieb, als auf der von LKW vollgestopften E81 das Gebirge, in ein endlos langen Tal, entlang zu schlengeln. Klar wurde es wieder Nass und das ungemüdliche Wetter setzte uns den restlichen Tag wiedermal zu. Bis an die Bulgarische Grenze. Entlang der Olt ein Nebenfluss der Donau, der sich über 600km durch Romänien zieht, durchquerten wir über Nebenstrassen, ein Dorf nach dem anderen. Diese Gegend ist bekannt dafür, dass diese Ortschaften einfach nicht abreissen wollen. Quasi ein Dorf folgt dem anderen. Alles spielt sich an der Dorfstrasse ab, wo uns die Leute schon von weiten hörten, uns zu winkten und uns noch animierten noch mehr Gas zu geben. Dabei fuhren wir schon mit ca.80km/h hindurch. Am Abend    erreichten wir Zimnice, eine kleine Grenzstadt an der Donau. In einer Art Jugendlager direkt in der Nähe der Fähre zu Bulgarien, durften wir zur Ruhe kommen. Zu dieser kamen wir als wir ca.60km zuvor, für ein klein Imbiss halt machten. Dort von einem Pfarrer angesprochen wurden, der uns schlussendlich einlud.
Am nächsten Mittag legte die Fähre ab und weiter ging es nach Süden auf bulgarischen Boden. In Lovech machten wir uns schlau, über die Bedingungen des Balkangebirges und den, im Süden liegenden Rhodopen. Ausserdem hiess es wieder Geld tauschen, einkaufen usw. Nach dem wir startklar waren, überquerten wir den Gebirgsgürtel und fuhren noch bis es dunkel wurde, nach Plovdiv. Eine Übernachtung liess sich schnell auftreiben. Nur mit dem Parken hat es sich dann noch ewig hingezogen. Da unser Hotel mitten in der Altstadt war und es dem entsprechend kaum Platz hatte, entschlosssen wir uns die Mopeds vor einem grossen, teuren Hotel, direkt vor den Pforten anzuschliessen. Denn man hat uns geraten in Bulgarien eine Nummer auf sicher zu gehen. Für eine grosse Stadtbesichtigung, ausser uns noch den Magen zu stopfen, blieb nur wenig Zeit an diesen Abend.
Am folgenden Tag ging es über Peshtera nach Dospat, durch die Gebirgsregion der Rhodopen. Durchfuhren ein riesiges Waldgebiet, ein Kurvenparadies, über 70km lang, ganz für uns allein. Bei relativ guten Strassenbedingungen und das, ohne irgend ein Auto vor einem herumbummelt. Bis wir die grieschische Grenze erreichten. Das Gebirge flachte wieder ab und kamen bei Dämmerung in der Stadt Drama an. An einen Kiosk erkundigten wir uns nach etwas zum schlafen. Der Kioskbesitzer, selbst ein leidenschaftlicher Motorradfahrer, organisierte uns ein Hotel. Ein guten Rabat schlug er auch noch raus. Nach einer klein Kneibentour, standen wir wieder vor dem Kiosk. Da war es ohnehin viel lustiger, als in den Lackaffenbuden zuvor. So erfuhren wir noch das ein oder andere über Griechenland und man hat uns dies und das empfohlen. Am Morgen darauf war es nun gar nicht mehr weit und sahen endlich das Meer bei Paralia.Wie es natürlich sein sollte, kam auch die langersehnte Sonne hervor, als wir die Mopeds am Strand parkten. Ab nun sollte sich unser Weg entlang der Küste Richtung Osten ziehen.